Schöne Literatur und schöne (Koch-) Bücher

Pistazien und Rosenduft

von: Linda Wolfsgruber

Mandelbaum Verlag

„Der erste Mann, der je für mich gekocht hat,“ schrieb Linda Wolfsgruber, „war Farhad aus dem Iran. Das Essen war köstlich, fremd im Geschmack und sehr aromatisch. Seither sind wir drei gute Freunde – Farhad, die persische Küche und ich.“

Eine Frau, ein Wort. Die persische Küche hat sie warhaft eingefangen, denn der Unwissenheit des Westens rückt sie nun mit frischen, würzigen Rezepten und gelungenen Illustrationen zu Leibe. Wir freuen uns auf dieses großartige Buch gestoßen zu sein und können es nur weiterempfehlen.

 

Die Entdeckung der Currywurst

von: Uwe Timm

Das Buch zum Film

„Eine wunderbare Liebesgeschichte im Hamburg der letzten Kriegstage. In Erinnerung an seine Kindheit macht sich der Erzähler auf die Suche nach der ehemaligen Besitzerin einer Imbissbude am Hamburger Großneumarkt. Er findet die hochbetagte Lena Brücker in einem Altersheim und erfährt die Geschichte ihrer »schönsten Jahre« und wie es zur Entdeckung der Currywurst kam. Der Bogen spannt sich weit zurück in die letzten Apriltage des Jahres 1945 …“

Wer den Film nicht gesehen hat, kriegt hier seine Chance!

 

Mord im Weinkeller – 12 Kriminalgeschichten mit ausgesuchten Weinempfehlungen sowie vielen Rezepten für exquisite Weinbegleitspeisen

von: Andrea C. Busch, Bengt Fosshag und Almuth Heuner

Gerstenberg Verlag

Wie der Titel schon so treffend beschreibt geht es um Wein. Wein und dessen Qualität. Wein und dessen passende Gerichte. Und Mord. Fragt uns nicht wie es ausgeht, wir lesen selbst noch gespannt…

 

Kulinarisches Traktat für traurige Frauen

von: Héctor Abad

Wagenbach Verlag

Die Rezpepte werden von teilweise surrealen Weisheiten untermalt und manchmal scheint das Thema etwas abzuschweifen. Aber unserer Meinung nach: glatte Drei-Sterne-Literatur mit einer Menge literarischer Delikatessen.

 

Am Abend, als ich meine Frau verließ, briet ich ein Huhn

von: Abe Opincar

SchirmerGraf Verlag

„Nach 50 Jahren weiß er noch nicht einmal mehr seinen Namen. Das einzige, woran er sich nach 50 Jahren erinnert, ist mein Eintopf…“

Denn wir verbinden jedes Gericht, jeden Geruch und Geschmack, jede Gewohnheit und besonderen Anlass mit einer Erinnerung. Friedlich oder aufregend, vertraut oder familiär, bei jeder Mahlzeit erschaffen wir uns unser eigenes Album.

Der rumänisch-jüdische Autor wuchs an der kalifornisch-mexikanischen Grenze auf, ging in Japan und Frankreich zur Schule und später sogar in Jerusalem. Die Erkenntnis das alle Gerichte der Welt ihren Erinnerungswert teilen, aber sonst nicht viel gemeinsam haben, teilt er nun mit uns.

 

 Don Juan de la Mancha

von: Robert Menasse

Suhrkamp Verlag

„Warum kann ich nicht genießen? Mein Vater hat es sich immer gut gehen lassen.“, beschwert sich Nathan, auf der Suche nach der verlorenen Lust der Nach-68er-Generation. Es kreuzen viele Frauen seinen Weg: Freundinnen, eine Ehe, noch eine Ehe, viele Geliebte – nichts erfüllt ihn.

Es ist kein Liebesroman im klassischen Sinne, in dem Mann und Frau zueinanderfinden, sondern ein Roman über die Liebe in den Zeiten sexueller Befreiung.

 

Erledigt in Paris und London

von: George Orwell

Diogenes Taschenbuch

Bekannt wurde der Schriftsteller durch „Farm der Tiere“ oder „1984“, doch verdiente er seinen Lebensunterhalt nicht schon immer mit Schreiben. Er was Koch. Aushilfskoch in Paris.

Auf packende Weise erzählt er uns von seiner Zeit dort und zeigt uns das wahre Gesicht der Stadt. Auch die Penner von London, mit denen er durch Asyle und Gossen wanderte, bleiben nicht unerwähnt.

 

Leibspeise

von: Kristian Ditlev Jensen

Hoffmann und Campe Verlag

Alles dreht sich um Robin McCoy und dessen Verlust. Ungemein poetisch beschreibt Jensen die Welt des Ende 30-jährigen Restaurantkritikers – und entfaltet allmählich die bittere Tragödie seines Lebens. Die Autorin erzählt von exotischen Gerichten und entführt in ferne Welten.

 

Kochen mit Fernet Branca

von: James Hamilton-Paterson

Klett-Cotta Verlag

Ein herrlicher Roman mit beispiellosem Wortwitz und gelassener Sprache. Der Ghostwriter Gerald Sampers besitzt eine einzigartige Waffe: die Kochkunst, die er unantastbar absurd zelebriert. Martha, seine exzentrische Nachbarin bedient sich ihrer Musik, in der sie ihn pausenlos parodiert. Und unvermeidlich landen die zwei Streithähne immer wieder beim Fernet-Branca, mit dem offensichtlich viel zu viel gekocht wird.

Mit unvergleichlichem Humor nimmt sich die Autorin auch der skurrilen Rezepte Englands an, der Maffia-Verbindung der Nachbarin und mischt alles mit einer gehörigen Portion Selbstironie – einfach große Klasse!

 

Das große Wörterbuch der Kochkunst

von: Alexandre Dumas

Mandelbaum Verlag

Er kochte selbst gern, und laut überlieferunen ziemlich gut. In seinem Werk sind nun die „sprühendsten Anekdoten zur Küche der Völker“ enthalten. Die Küche des 19. Jahrhunderts zeigt sich hier als interessanter als zunächst angenommen. Dabei ging der Autor chronologisch vor – von A wie Aal zu Z wie Zwiebelsuppe. Aber auch Küchenutensilien werden näher beleuchtet. Zwar lassen manche der Rezeptausführungen zu Wünschen übrig, doch dient das Werk mehr zu Inspiration und Fantasieanregung.

 

Der Bauch von Paris

von: Emil Zola

Bastei-Lübbe-Taschenbuch

Dieses buch fasziniert vorallem durch seine stimmungsvollen Settings und authentischen Figuren. Die literarsiche Darstellung des damaligen Alltags ist überzeugend und lebensnah, ein muss für aller Pariser Fans. Das auf den ersten Blick schmucklose Buch entpuppt sich als äußerst gelungenes Werk Zolas‘.

 

Andrea Camillieris Sizilianische Küche

von: Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer

Lübbe Verlag

Ein sehr persönlich gestaltetes Kochbuch der Autoren. Vor dem Hintergrund vieler Fremdherrscher, die Sizilien nicht unberührt ließen, ist diese Küche eine Spiegelung ihrer Geschichte. Die schmackhaften Gerichte lassen sich einfach selbst kochen, und das einzige Geheimnis dazu wird schon von Anfang an verraten: frische Zutaten!

 

Am Tisch mit Don Camillo & Peppone

von: Jochen und Iris Grün

 Rolf Heyne Collection

Don Camillo und Peppone, die beiden Streithähne… schon allein bei diesem Titel kann man schmunzeln. Und aus alter Zeit bringen uns auch die Grüns längst vergessene Aromen und Geschmäcker. Ein witziger Bildband zur Kulturgeschichte!

 

Die Küche der Toskana

von: Alice Vollenweider

Wagenbach Verlag

Ein Buch, das mit vielen Vorurteilen aufräumt, wie etwa das Pasta zwangsläufig zu italienischen Gerichten gehört. Wer sich Rezepte nach dem deutschen Italienbild oder modisches Kochen mit möglichst vielen, intensiven Aromen erhofft, liegt hier allerdings daneben. Die toskanische Küche entstand aus dem Wenigen, was gerade in Garten, Feld und Wald reif und verfügbar war und offenbart, das weniger tatsächlich mehr ist. Wir sagen Daumen hoch und guten Appetit!

 

La nonna La cucina La vita – Die wunderbaren Rezepte meiner Großmutter

von: Larissa Bertonasco

Gerstenberg Verlag

Larissa Bertonasco erfreut uns mit herzerwärmenden Erinnerungen und Rezepten aus alter Zeit. Ihr neues Buch behandelt Kindheitserinnerungen und ist der reinse Bildband italienischer, bunter Gerichte.

 

La Pizza – Ein Blick in die Seele von Neapel

von: Nikko Amandonico

Editioin Styria

Woran denken wir, sprechen wir von italienischer Küche? Genau – Spaghetti und Pizza! Ersteres ist nicht selten die Leibspeise des einen oder anderen und wird auch in Gourmet-Restaurants nicht vernachlässigt, im Gegenteil, sogar weiterentwickelt.

Die Pizza hingegen ist auf einer Art Fast-Food-Rang geraten, völlig zu unrecht. Doch Amandonicos Rezepten haben mit Tiefkühlpizzas nichts gemein! Der Autor ist auf die Suche nach der besten Pizza gegangen und hat mitunter Antworten in Neapel gefunden.

 

Kulinarische Skizzen

von: Hans Haas

Fischer-Piepenbrock

Haas verzichtet diesmal auf eine „Bedienungsanleitung“ und zeigt die künstlerische Seite des Kochens auf wunderschön gestalteten, 128 Seiten.